Die Geschichte

    Ein Fund alter Manuskripte aus dem 14. Jahrhundert in Ayutha, der früheren Hauptstadt des alten Siam, zeigt Bilder von so genannten Kupferkatzen, blassbräunliche Tiere mit dunklen Abzeichen - den Tonkanesen verblüffend ähnlich. Es ist also auch anzunehmen, dass sich unter den ersten Siamesen, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach Grossbritannien kamen, auch Tonkanesen befanden. In der Tat unterschied man damals zwischen der "Royal Cat of Siam" (königliche Katze von Siam), die dunkle Abzeichen und einen helleren Körper hatte, und den so genannten "Chocolate-Siam". Letztere waren wahrscheinlich Tonkanesen. Bei ihnen waren (und sind auch noch heute) zwar die Abzeichen kräftig gefärbt, der Kontrast zwischen Körper- und Abzeichenfarbe jedoch sehr schwach. Die Körperfarbe selbst also eine Mischung zwischen dem Farbton der Burma und der Körperfarbe der Siam. Obwohl also dunkler gefärbte Maskenkatzen in England seit 1800 immer wieder beschrieben wurden, beginnt die eigentliche Geschichte der Tonkanesen um 1930, als Dr. Joseph Thompson von einer seiner Reisen, eine kleine braune Maskenkatze namens Wong Mau nach Kalifornien mitbrachte. Man hielt sie für eine Siamkatze mit schlechter Farbe und verpaarte sie mit einem Siamkater. Im Wurf gab es hellere Kätzchen mit Siamzeichnung und dunklere, die der Mutter glichen. Einer der dunkleren Kater wurde dann auf seine Mutter zurückverpaart. In diesem Wurf gab es Jungtiere in drei verschiedenen Farbtypen: helle Kätzchen mit dunkler Maske (pointed Siamzeichnung) mit tiefblauen Augen, dunkle Kätzchen mit kaum sichtbarer Maske (solid burmesenfarben) mit gelblich- grünen Augen und Kätzchen mit einem mittleren Kontrast (Mink) und aquafarbenen Augen. Die Züchter konzentrierten sich in der Folge auf die dunklen Kätzchen, aus denen die Burma entstand, und vernachlässigten die Katzen mit dem mittleren Kontrast, die Tonkanesennachkommen. So gilt Wong Mau als Stammmutter der Burmesen, obwohl sie eigentlich "Tonkanese" war.

Für Tonkanesen Besitzer ist der wirklich definierende Zug der Tonkanesen  ihre einmalige Persönlichkeit, die die Elternrassen verrät, aber eindeutig ihr eigene Art hat
Ein Tonkanesen vereinigt zwei Typen von Katzen in einem Körper. Die eine ist aktiv, aber nicht übertrieben. Die eine Art von Tonkanesen spielt Fangen, klettert auf Katzenbäume und fliegt mit hoher Geschwindigkeit durch das Haus. Die zweite Art von Tonkanesen kuschelt sich. Sie ist nicht distanziert und unabhängig; sie ist ideal für Menschen, die Schosskätzchen haben wollen. Sie fordert immer wieder  Zuwendung. Tonkanesen  mögen "Köpfchen geben", um Zuwendung zu bekommen. Sie sind sehr gesellig, sozial und tolerant und leben problemlos mit anderen Katzen, Hunden und Kindern zusammen. Die meisten Tonkanesen wollen mindestens einen Spielgefährten haben. Die lebhafte Persönlichkeit der Tonkanesen macht sie zum idealen Lebensgefährten. Sie wird Ihren Schoss und Ihre Schulter in Beschlag nehmen, um alles, was Sie tun, zu überwachen. Sie ist warmherzig, liebevoll und sehr intelligent. Sie haben einen festen Willen und ihre Menschen sollten bei ihrer Erziehung so klug sein, nicht immer nachzugeben, trotz aller Liebe zu den kleinen Tigern.  Sie sind Genies, wenn es darum geht, neue Spiele zu erfinden. Lieblingsspielzeuge werden apportiert, und sie freuen sich, wenn sie mit anderen Artgenossen Fangen spielen. Wenn Sie nach Hause kommen, werden Sie immer sofort an der Tür begrüßt und herzlich willkommen geheißen
Es ist unmöglich, ihre Zuneigung zu ignorieren und sie machen sich sehr schnell in Ihrer Familie unentbehrlich. Tonkanesen sprechen sie in Sätzen und Abschnitten mit feiner Stimme. Es ist nicht klug ein Tonkanesen einfach zu ignorieren, wenn er oder sie sich gerade mit Ihnen unterhalten will. Nicht beachtete Tonkanesen werden dank ihrer Intelligenz sicherlich einen anderen Weg finden, wieder Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und Sie zum Zuhören zu bewegen, was weniger wünschenswert sein kann, als wenn Sie gleich zu Beginn zugehört hätten. Die Persönlichkeit der Tonkanesen hat die Herzen vieler erobert. Das ausgeglichene Wesen von Tonkanesen ist deutlich ruhiger als das der Siamesen und ist das Erbe der Burmesen. Gesundheitlich sind die Tonkanesen robust

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